Fettabsaugung oder Liposuktion

Fettabsaugung oder Liposuktion zählt heute zu den am häufigsten durchgeführten ästheti­schen Eingriffen. Neben den von Frauen bevorzugten Körperteilen wie Hüften und Ober­schenkel (Reiterhosen) lassen sich Männer eher an Brust und/oder Bauch das Fett absaugen. Theoretisch kann dieses Verfahren aber an jeder Stelle des Körpers eingesetzt werden: Etwa an Wangen, Hals, Oberarmen, Brust, Bauch, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln, Knien, Waden oder Fesseln. Sie ist allerdings nicht als Allheilmittel gedacht und sollte lediglich bei sog. „diätresistenten Fettpölsterchen“ Anwendung finden, die das Lebensgefühl stark beeinträchti­gen. Bei der Fettabsaugung unterscheidet man drei verschiedene Methoden:

  • das Fettabsaugen mit Ultraschall ,
  • die Lipusuction, d. h. Fettabsaugen im tieferen Gewebe , und
  • die Lipos­sculptur, d.h. das Fettabsaugen unmittelbar unter der Haut.

Bei allen drei Varianten kommen eine Kochsalzlösung, Blutung hemmende und Schmerz stillende Mittel, sowie ein Fett ver­dünnendes Mittel zum Einsatz. Die gelösten Fettanteile werden bei allen drei Varianten durch eine Kanüle wieder abgesaugt. Der Hauptvorteil dieser Verfahrensweise ist, das der Patient das Ergebnis bereits unmittelbar nach der Operation sieht. Die Einschnitte für die Saugkanülen sind nur sehr klein und die Narben daher kaum sichtbar. Nach der Fettabsaugung werden Kompressionshosen oder entsprechende elastische Verbände getragen, damit sich die Haut wieder gleichmäßig zurückbilden kann.

Jedoch sollte man nicht der Illusion erliegen, dass es sich bei solch einem Eingriff um einen gewöhnlichen Arzttermin wie jeden anderen handelt. Laut einer Studie der Universität Bo­chum starben in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren allein 13 Menschen an den Fol­gen einer Fettabsaugung. Weitere 50 litten unter schweren Folgen wie einer Lungenembolie, Thrombose oder Bauchfellerweiterung. Diese Zahlen beschreiben allerdings lediglich die Spitze des Eisberges da viele Patienten aus Scham auf eine Klage verzichten.